Einen Bluterguss behandeln mit der Hausapotheke

Einen Bluterguss behandeln sollte mit einer guten Hausapotheke kein Problem sein. Meist sind Kühlung, ein Verband und eine Heilsalbe ausreichend. Innerhalb zwei bis drei Wochen ist alles verheilt.

Ein Bluterguss entsteht meist aus einem stumpfen Trauma. Blutgefäße werden innerlich verletzt, bluten aber nicht nach außen aus. Der typische blaue Fleck bildet sich. Die Heilung eines Blutergusses durchläuft fünf verschiedene Stadien: Die Verletzung ist frisch und blutet unter der Haut, sie erscheint blutig rot. Danach färbt sie sich blau-rot. Einen Bluterguss behandeln sollte sich dem Stadium der Heilung anpassen. Das Blut gerinnt und der blaue Fleck entsteht. Der Volksmund weiß, ändert sich die Farbe des blauen Flecks in grün-gelb, ist die Heilung schon im Gange. Dazwischen liegen allerdings noch zwei verschiedene Stadien. Nach dem blauen Fleck bauen körpereigene Reperaturenzyme das geronnene Blut ins dunkelrot-schwarze ab. Erst danach färbt sich der Bluterguss schwarz-grün. Diese Farbe entsteht durch den weiteren Abbau des geronnenen Hämoglobins im Blut zum auch in der Gallenflüssigkeit vorkommenden grünen Farbstoff Biliverdin. Erst dann kommt die gelbliche Farbe durch.

Diese gesamte Abbaureaktion dauert in etwas zwei bis drei Wochen. Das Gewebe ist in dieser Zeit angeschwollen und druckschmerzhaft. Wenn tieferliegende Venen oder Arterien verletzt sind, ist oft keine Farbveränderung an der Hautoberfläche sichtbar, sondern nur eine schmerzhafte Schwellung. Die Bewegungsfähigkeit kann eingeschränkt sein. Im ungünstigsten Fall kann ein tiefer Bluterguss nicht vollständig aufgelöst werden und es bildet sich eine Verhärtung im Muskel.

Der Bluterguss wird so schnell wie möglich gekühlt und mit Heilsalbe einbandagiert. Solange eine akute Blutung besteht, sollte das Gewebe gepresst und gekühlt werden, um die Blutung zu stoppen. Danach sollte weiterhin ein konstanter Druck auf die Verletzung ausgeübt werden. Den Bluterguss behandeln Sie am besten mit einem Kreuz- oder Druckverband und einer Heilsalben-Auflage. Vor allem zinkhaltige Salben haben sich gut bewährt. In diesem Stadium sollte der Bluterguss wieder gut durchwärmt werden, damit die Wirkstoffe in das verletzte Gewebe eindringen können. Die Wärme verbessert auch die Durchblutung und damit den Abbau des zerstörten Hämoglobins.