Alles, was den Menschen fortbewegt, stellte für ihn schon von jeher einen ganz besonderen Wert dar. Zu den Statussymbolen unter den Fortbewegungsmitteln kommt in letzter Zeit ein neues: Das Fahrrad. Wurden Radfahrer nicht selten als versponnene Auto-Verweigerer und Ökos belächelt, hat die Wirtschaft inzwischen festgestellt, dass das Ausweichen auf das Fahrrad als Auto-Ersatz durchaus handfeste Gründe außerhalb der politischen Einstellung hat. Treibstoff wird immer teurer, die Blechlawine auf unsere Straßen vergrößert sich von Tag zu Tag. Ganz nebenbei, fast im Verborgenen, hat sich eine Bewegung gebildet, die das Radfahren als Zeichen eines persönlichen, dynamisch-sportlichen Lebensstils entdeckt und kultiviert hat. Radfahrer sind schon lange keine sauertöpfisch drein blickenden, Jutetaschen tragenden Sonderlinge, sondern oft jung, gebildet, gesundheits- und umweltbewusst, ohne verbissen zu sein. Diese neue Generation bildet eine Zielgruppe, die von Fahrradherstellern und -verkäufern sehr hartnäckig umworben wird. Seit das Rad auf eine Stufe mit dem Auto gestellt wurde, wurde sehr schnell der Ruf nach umfassendem Diebstahlschutz laut. Wer ein teures, modernes Fahrrad fährt, will sicher sein, dass er im Schadensfall einen Ersatz erhält. Die Fahrradversicherung, die in vielen Hausratversicherungen inklusive war, erhielt plötzlich Aufwind und erfreute sich steigender Nachfrage. Die Versicherer reagierten zügig und flugs wurde die Fahrradversicherung ausgelagert, mit einigen neuen Features versehen und als ausgebaute Version ihrer selbst wieder auf den Markt gebracht. Dieser ist sehr unübersichtlich, so dass sich ein unabhängiger Vergleich von Produkten zum Thema Fahrradversicherung in jedem Fall lohnt. Die Unterschiede fangen mit den angebotenen Leistungen an und enden mit den Bedingungen der Regulierung. Hier ist eine gute Beratung das A und O. Ein Fahrradbesitzer, der mehrere Tausend Euro für seinen fahrbaren Untersatz bezahlt hat, benötigt eine teurere, aufwändigere Absicherung als jemand, dessen Fahrrad preiswerter oder schon älter ist - hier sind die Beiträge oft teurer als der Zeitwert des Rades. Die Versicherer überbieten sich in Zusatzangeboten, so dass auch hier überlegt werden muss, welche dieser Angebote zusätzlich in die derzeitige Lebenssituation des Radfahrers passen. So gibt es zum Beispiel eine Fahrradversicherung, die gleichzeitig auch einen Kinderwagen oder Buggy bei Diebstahl ersetzt. Für junge Familien sicher eine Überlegung wert.