Die Bauzinsen sind in den letzten Jahren stark gesunken

Nicht erst seit der großen Finanzkrise von 2008 und 2009 liegen die Zinsen für Baugeld niedrig. Der Abwärtstrend hält schon eine ganze Weile an und sorgt für gute Konditionen für den Hausbau oder Wohnungskauf.

Dass die Rahmenbedingungen bei der Hausfinanzierung schon seit Jahren ganz passabel sind, hat sich mittlerweile schon weit herumgesprochen. Über einen langen Zeitraum hinweg waren die Zinssätze im Mittel kontinuierlich abgesunken. Durch die Turbulenzen an den Finanzmärkten bekam diese Richtung noch weitere Schübe. In 2010 wurden schließlich so niedrige Zinsstände erreicht, wie seit fünfzig Jahren nicht. Darum gilt für jeden, der ein Haus bauen oder kaufen will, dass die Konditionen auf diesem Niveau als sehr empfehlenswert gelten können. Ob der Zins weiter sinkt oder wieder ansteigen wird, kann niemand sicher sagen. Auch in 2011, 2012 und den Folgejahren bleibt die Marke aus dem Jahr 2010 ein wichtiger Bezugspunkt. Künftige Baufinanzierer können nicht zuletzt an diesen Bauzinsen ermessen, ob ihr Kredit eher teuer oder eher günstig ist. Darum lohnt es, sich die Marke von drei bis vier Prozent (laufzeitabhängig) gut einzuprägen.

Wie hoch die Baugeldzinsen jeweils sind, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Dazu zählt nicht nur die jeweilige allgemeine Bautätigkeit oder die konjunkturelle Lage. Gerade auch die Bedingungen an den internationalen Geldmärkten wirken auf die Zinsentwicklung ein. Wer abschätzen möchte, ob die Baugeldzinsen eher weiter sinken oder wieder klettern, sollte daher auch dorthin seine Aufmerksamkeit lenken. Doch weil es immer mehrere Faktoren sind, die Einfluss auf die Zinsentwicklung nehmen, sind Voraussagen immer ausgesprochen schwer. Für die Abwägung, wann man in die Hausfinanzierung einsteigt, bleibt daher immer ein letzter Rest an Unsicherheit, ob man wirklich den besten Zeitpunkt erwischt. Doch sollte man es sich bei einem derart niedrigen Niveau wie in 2010 auch nicht allzu schwer mit der Entscheidung machen.