Ein Gummihandschuh ist äußerst vielfältig einsetzbar

Egal, ob im Garten, bei der Hausarbeit oder im OP-Saal – Handschuhe aus Gummi werden bei vielen verschiedenen Gelegenheiten genutzt. Verarbeitung und Material können dann auch – je nach Einsatzgebiet – variieren.

Wer im Garten Unkraut zupft oder im Herbst Laub aufsammelt, wer beim Spülen von dreckigem Geschirr seine Hände nicht ruinieren will oder wer in einem Operationssaal oder einer Arztpraxis die Übertragung von Keimen verhindern muss, der greift gerne auf Handschuhe aus Gummi zurück. Es gibt sie mittlerweile in allen erdenklichen Farben und aus vielen verschiedenen Materialien – je nach Einsatzzweck. Bekannt sind diese Gummihandschuhe übrigens bereits seit langer Zeit. Bereits im Jahre 1844 fand ein US-amerikanischer Erfinder eine Möglichkeit, Kautschuk zu vulkanisieren und schaffte damit die Grundlagen für die Herstellung von sogenanntem Hartgummi. Besagter Erfinder trat schnell in die Produktion der verschiedensten Gegenstände ein und bereits in der Goldgräberzeit waren seine Zelte oder eben auch die Handschuhe aus Gummi das erste Mal sehr gefragt. Auch wenn die Zusammensetzung des Materials damals natürlich noch nicht so ausgeklügelt war wie heute.

Bei Haushaltshandschuhen beispielsweise kommt Latex mittlerweile ebenso zum Einsatz wie unter anderem Vinyl oder Nitril. Die sogenannten Operationshandschuhe dagegen, also Handschuhe, die meist ausschließlich in Krankenhäusern oder Arztpraxen zum Einsatz kommen, um sowohl die Patienten als auch das Personal vor Kontaminationen zu schützen, bestehen auch heute noch überwiegend aus Latex – einem hoch elastischen und gleichzeitig wasserfesten Material. Anders als beispielsweise im Haushalt kommen die Handschuhe aus Gummi im medizinischen Bereich aus hygienischen Gründen lediglich ein einziges Mal zur Anwendung. Zusätzlich werden die Handschuhe, die deutlich dünner sind als die im Haushalt gebräuchlichen Modelle, sterilisiert. Besteht bei einer Operation die Gefahr, dass die Handschuhe beschädigt werden könnten, werden vom Personal meist zwei Handschuhe übereinander angezogen.

Für Menschen, die unter einer Latexallergie leiden und für die die herkömmlichen Handschuhe deswegen nicht geeignet sind, gibt es neben den Materialien Vinyl und Nitril auch noch Handschuhe, die zu 100 Prozent aus Naturkautschuk bestehen. Diese „hypoallergenen“ Varianten werden auch von einigen Drogeriemärkten angeboten.